Studienbeginn MHB: Wichtige Maßnahme gegen Ärztemangel im Land

08.01.2015

Ab April bildet Brandenburg seinen eigenen Medizinernachwuchs aus: An der MHB Theodor Fontane in Neuruppin werden sich 46 Studenten immatrikulieren. Bislang war Brandenburg das einzige Flächenland ohne eine Medizin-Hochschule. Der Verbund christlicher Kliniken Brandenburg (VcKB) unterstützt das Hochschulprojekt seit seiner Gründung vor vier Jahren. „In der Einrichtung der Medizin-Hochschule sehen wir eine wichtige Maßnahme gegen den Ärztemangel in Brandenburg“, sagte Prof. Dr. Johannes Albes, Chefarzt am Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg und zukünftiges Mitglied des Lehrkörpers im Rahmen des Neujahrsempfangs, den der VcKB im Potsdamer Nikolaisaal feierte: Dreihundert Gäste aus den Verbundkliniken, der Landes- und Kommunalpolitik wie auch aus der Berlin-Brandenburger Gesundheitswirtschaft kamen zur Veranstaltung, die in diesem Jahr „Qualität durch Werte“ zum Thema hatte.

Ausbildung gegen den Ärztemangel in Brandenburg

Der Verbund christlicher Kliniken Brandenburg ist eines der größten Gesundheitsnetzwerke Ostdeutschlands. „Wir sichern die Gesundheitsversorgung in der Region: patientenorientiert, wohnortnah, sektorenübergreifend – und den christlichen Werten verpflichtet“, betonte Dr. Karsten Bittigau, Geschäftsführer des Unternehmensbereichs Gesundheit, Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin. Zur Sicherung der Gesundheitsversorgung gehöre für ihn auch das Angebot einer medizinischen Ausbildung. „Wir bilden gegen den drohenden Ärztemangel in Brandenburg aus.“ Mit der ersten Medizin-Hochschule hätten die beteiligten Einrichtungen zudem die Chance, medizinische Fachkräfte zu gewinnen, zu binden und ihnen Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten. „Alle profitieren: Medizinstudenten, die Kliniken als Arbeitgeber und natürlich die Menschen im Land“, unterstrich Prof. Dr. Johannes Albes.

Studium der „Personalen Medizin“

Die 46 angehenden Mediziner, die ab Frühjahr 2015 an der MHB studieren, absolvieren zuvor ein umfassendes Auswahlverfahren. Dabei zählen nicht nur die Noten, auch die soziale Kompetenz der Bewerber ist ein Kriterium: „Ausschlaggebend ist für uns die Fähigkeit zur persönlichen Zuwendung zum Patienten“, erklärte Prof. Dr. Albes und verwies dabei auf eine Besonderheit des Studiums an der MHB. „Wir wollen den Studierenden Werte vermitteln, die ihnen in Studium und Beruf Orientierung bieten.“ Die „Personale Medizin“ gehöre in diesen Wertekanon, „schon im Praxisteil ihres Studiums werden die künftigen Mediziner in der ausführlichen Anamnese des Patienten geschult“, die auch Seele und Lebensumstände des zu behandelnden Menschen umfasse. Für Dr. Karsten Bittigau deckt sich dieser Ausbildungsanspruch mit dem christlichen Wertefundament, das für die kirchlichen Krankenhausträger wichtiger Wettbewerbsvorteil ist. „Christliche Wertvorstellungen bieten Orientierung in der Arbeit als Gesundheitsversorger“, so Dr. Bittigau, „und mit ihnen können sich die kirchlichen Krankenhäuser als attraktive Arbeitgeber gegenüber ihren Mitbewerbern positionieren.“ Brandenburgs erste Medizin-Hochschule nachhaltig zu unterstützen, ist für Dr. Karsten Bittigau und Prof. Dr. Johannes Albes Aufgabe des Verbundes und seiner Kliniken.

Im Verbund christlicher Kliniken Brandenburg, VcKB, arbeiten 14 Kliniken in evangelischer und katholischer Trägerschaft eng miteinander. Die Partnerkliniken betreuen jährlich 170.000 Patienten.

Kontakt:
Verbund christlicher Kliniken Brandenburg
c/o sprung marketing.kommunikation
Frau Gesa Sprung
info@vckb.de
Tel. (0331) 763 35 00 / Mobil (0173) 215 89 26

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