Geboren ohne Sorgen – Moderne Entbindung in Potsdam-Sanssouci

In den neuen Kreißsälen bietet das Potsdamer St. Josefs-Krankenhaus alle Möglichkeiten einer modernen, innovativen und alternativen Geburt

Auch nach der Geburt wird die junge Familie von den Hebammen eng betreut.
Auch nach der Geburt wird die junge Familie von den Hebammen eng betreut.

Darf ein Mann bei der Geburt seines Kindes heute überhaupt fehlen? Die jungen Familien möchten ihr größtes und schönstes Erlebnis gemeinsam teilen, auch an einem Kaiserschnitt möchte der Vater teilhaben. Und sie dürfen es auch – anders als noch vor gut dreißig Jahren.

»Mich hat man bei der Geburt meines Sohnes hinausgeschickt«, erinnert sich Roberto Kurzeja, Chefarzt am Potsdamer St. Josefs-Krankenhaus. Nicht einmal sein Status als ärztlicher Kollege verschaffte ihm die Erlaubnis: Väter hatten damals im Klinikflur zu warten bis die Hebamme die freudige Nachricht verkündete.

Lächelnd das Kind zur Welt bringen

Auch die Anwesenheit von Angehörigen, wie den Bald-Omas, ist schon lange Zeit Normalität. Früher standen fünf, sechs Betten nebeneinander in einem saalähnlichen Raum, heute sind Geburtsstationen individuell ausgerichtet. Wie die im St. Josefs-Krankenhaus. Mitte April wurden die neuen Kreißsaal-Räume eröffnet, die die beiden kleinen alten ersetzen. »Alles familienorientiert« lautete der Gestaltungsauftrag des St. Josefs an die Architekten. Das Licht der Welt erblicken die Jüngsten nun in großzügigen, hellen und in warmen Farben gesetzten Räumen. Jetzt mit Entbindungswannen in zwei von drei Kreißsälen, natürlich der CTG-Überwachung und einer Lachgasversorgungsanlage, »das ist ein neues Mittel gegen den Geburtsschmerz«. Unter der Geburt hat jede Frau das Recht auf Schmerzlinderung durch Medikamentengabe oder Lachgas.

tl_files/verbundck/bilder/lusbilder/geboren_3.jpgFür den Fall der Fälle

Dass sich der neue Kreißsaal direkt neben dem hochtechnisierten Operationstrakt befindet, ist ein weiterer großer Vorteil. Für den Fall der Fälle sind Roberto Kurzeja und seine Kollegen ohnehin bestens vorbereitet. Vor vier Jahren übernahm der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe die Leitung der Frauenklinik. »Ich lege großen Wert darauf, dass meine Mitarbeiter – sowohl Assistenzärzte, als auch Fachärzte – besonders ausgebildet sind.« Drei Ärzte hat der Chefarzt an Perinatalzentren delegiert, »wo sie die große Geburtsmedizin erleben und sehr wichtige Erfahrungen sammeln « – zum Wohle von Mutter und Kind im St. Josefs-Krankenhaus. Die Entbindungs- und Wochenstation trägt den Namen St. Anna, der Patronin für Mütter, Kindersegen und eine glückliche Geburt.

Roberto Kurzeja arbeitete viele Jahre an der renommierten Charité in Berlin. »Über dreitausend Geburten im Jahr, da habe ich viel erlebt.« Nun arbeitet Roberto Kurzeja unter anderem mit zehn Beleghebammen auf der Geburtenstation in Potsdam, hinzukommen die beiden Wahlhebammen. »Eins-zu-Eins-Betreuung« ist so fast gewährleistet. Jede Geburt ist ein Ereignis für sich, »deshalb müssen wir alle, die im Kreißsaal tätig sind – Hebammen, Frauenärzte, Anästhesisten, Kinderkrankenschwestern – besonders geschult sein«.

Von Anfang an eine ganz enge Bindung aufbauen – in Potsdam selbstverständlich.Gesunde Kinder, gesunde Mütter

Die Klinik St. Josefs am Park Sanssouci nimmt nur Schwangere ab der 36. Schwangerschaftswoche an. Gern werden alle Wünsche der zukünftigen Eltern, unter Berücksichtigung der medizinischen Anamnese berücksichtigt, wie individuell und überraschend diese auch ausfallen. In einem terminierten Geburtsplanungsgespräch mit Arzt, Hebamme und Familie wird das geklärt. Die Geburtshelfer brauchen dabei immer ihren Entscheidungsspielraum und ein Grundvertrauen, »wir wollen gesunde Kinder, wir wollen gesunde Mütter.« Im Schnitt bleiben Mutter und Kind drei Tage in der Klinik. Die ersten gemeinsamen Stunden können sie – natürlich mit dem frischgebackenen Papa – auf Anfrage auch in einem der Familienzimmer verbringen.

Babyboom

»Geboren in Potsdam-Sanssouci, St. Josefs-Krankenhaus« – die Zahl steigt seit Jahren. Waren es vor sechs Jahren 433 Babys, die hier zur Welt kamen, so konnten Dr. Kurzeja und seine Kollegen gemeinsam mit den Hebammen vergangenes Jahr bereits 653 Mal zur erfolgreichen Geburt gratulieren. Stolz zeigt der Mediziner eine aktuelle Statistik: Platz neun unter Brandenburgs 26 Geburtskliniken. Ein Erfolg für eine kleine Einrichtung wie das St. Josefs-Krankenhaus. Potsdam und das Umland treten dem Trend im Flächenland entgegen, gegen sinkende Geburtszahlen, vor allem in den Regionen jenseits des wachsenden Speckgürtels. Die Stadt Potsdam aber wächst und wird für junge Familien attraktiver. Am Tag der offenen Tür, der nur 24 Stunden nach der feierlichen Eröffnung der neuen Kreißsäle und der anschließenden Einsegnung stattfand, waren unter den vielen Besuchern viele, die schon bald wiederkommen werden. Dann sind sie es, die ihr Kind im neuen Kreißsaalbereich St. Margareta zur Welt bringen möchten. Es wird ein Wiedersehen und Willkommen zugleich.

Kontakt

St. Josefs-Krankenhaus Potsdam-Sanssouci
Allee nach Sanssouci 7, 14471 Potsdam
Tel. (0331) 9682-0
sjkp@alexianer.de
www.alexianer-potsdam.de

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