Ganz nah dran

Das Evangelische Krankenhaus Gottesfriede in Woltersdorf versorgt ältere Patienten wohnortnah

In der Tagesklinik in Woltersdorf wird auch Fingerfertigkeit  trainiert.
In der Tagesklinik in Woltersdorf wird auch Fingerfertigkeit trainiert.

An der Haltestelle neben der Klinikzufahrt klebt ein Plakat: Schlagerkönig Heino wirbt für einen großen Mobilfunkanbieter. Rebellische Lederjacke und dauerblondes Haarteil können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der bald 80-Jährige jederzeit selbst angewiesen sein kann auf die Behandlung in einer Einrichtung wie dem Evangelischen Krankenhaus Woltersdorf, einem Kompetenzzentrum für Altersmedizin. »Wir sind eine der größten geriatrischen Einrichtungen in Deutschland«.

Geriatrie muss wohnortnah sein

Für Frank Naumann, Chefarzt und Ärztlicher Leiter, ist der Krankenhausaufenthalt eine Versorgungsmöglichkeit: »Für Ältere muss es aber auch eine Stufe darunter geben.« Braucht ein Patient medizinische Behandlung, aber kein Krankenhaus, dann greift das Stufenkonzept: ambulant, teilstationär, vollstationär. Wer rund um die Uhr versorgt werden muss, wird selbstverständlich vollstationär behandelt. Mit der Tagesklinik haben wir die Möglichkeit, Patienten teilstationär in einer Kernbehandlungszeit von 9 bis 15 Uhr zu behandeln. Den Rest des Tages, wie auch die Wochenenden und Feiertage, verbringen die Tagesklinik-Patienten Zuhause. Und genau aus dem Grund sollte Geriatrie auch wohnortnah sein.

Wir haben die klinische Erfahrung …

Dass der Bedarf an geriatrischer Versorgung vorhanden ist, zeigt die stetig gute Auslastung in der Woltersdorfer Einrichtung: Alle 25 Plätze sind besetzt. Zwischen zwölf und fünfzehn Behandlungstage verbringen die Patienten in der Tagesklinik. Sie sind älter als siebzig Jahre, mehrfacherkrankt – chronische Schmerzustände, neurologische oder internistische Erkrankungen, auch oft unklare Krankheitsbilder. »Wohnortnah« sind für Naumann Entfernungen bis ca. dreißig Kilometer, »oder eine halbe Stunde Fahrzeit«. Mehr und länger? Nein, das könne man den Älteren nicht zumuten. Daher auch die neue Tagesklinik in Strausberg – achtzehn Kilometer entfernt, nicht mal eine halbe Stunde.

»Strausberg gehört ebenfalls zu unserem Einzugsbereich.« Das Krankenhaus in Märkisch-Oderland ist Grundversorger, aber ohne eigene Geriatrie. Gerade diese spezielle Form von Gesundheitsversorgung wächst stetig, »deshalb auch die Entscheidung für uns, weiter in die Fläche zu gehen. Gern möchten wir auch dort unsere langjährigen Erfahrungen im Bereich Tagesklinik den Patienten, die diese medizinische Behandlung brauchen, zum Nutzen der Patienten anwenden.«

Geriatrie muss flächenversorgend sein

Vor zwanzig Jahren war das Evangelische Krankenhaus Woltersdorf die erste Einrichtung mit einer Tagesklinik in Ostdeutschland. Die Klinikverantwort-lichen damals konzentrierten sich auf die Altersmedizin. Aus der notwendigen Spezialisierung ist längst nachhaltige Stärke geworden. »Wir müssen die Fläche versorgen; so sahen es die Krankenkassen, das Ministerium und wir wollten es natürlich auch unbedingt.« Zu den beiden jetzigen Tageskliniken in Strausberg und Woltersdorf sind noch zwei weitere Standorte, in Bad Saarow und in Königs Wusterhausen, geplant.

Mit dieser Ausdehnung des geriatrischen Angebots wollen wir unserer diakonischen Ausrichtung gerecht werden: »Altersmedizinische Kompetenzen zu den Patienten in die Orte bringen. Das gelingt uns durch immer neue Angebote, wie z. B. die mobile Rehabilitation. Hier waren wir auch wieder die Ersten im Land.« Perspektivisch plant die Klinikleitung die Gründung Geriatrischer Institutsambulanzen, die dann die hausärztliche Versorgung unterstützen sollen.

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Dr. med. Frank Naumann
Chefarzt
und Ärztlicher Leiter

Kontakt

Evangelisches Krankenhaus »Gottesfriede« in Woltersdorf
Schleusenstraße 50, 15569 Woltersdorf
Tel. (03362) 779-0
info@krankenhaus-woltersdorf.de
www.krankenhaus-woltersdorf.de

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